ID-Release Samenspender
Was bedeutet das?
Ein ID-Release Samenspender ist ein Spender, bei dem ein durch die Spende entstandenes Kind später die Möglichkeit hat, mehr über seine genetische Herkunft zu erfahren.
Für viele Menschen ist das ein wichtiger Teil einer verantwortungsvollen Kinderwunschbehandlung. Nicht, weil der Spender eine Vaterrolle übernehmen soll, sondern weil das Kind später selbst entscheiden können soll, ob es Informationen über seine genetische Herkunft erhalten möchte.
Bei Diers Selected sind alle Samenspender ID-Release-Spender.
Was bedeutet ID-Release?
ID-Release bedeutet, dass die Identität des Spenders nicht für immer anonym bleibt.
Das Kind kann später – je nach den geltenden Regeln im Behandlungsland und den jeweiligen Dokumentationswegen – Informationen über den Spender erhalten. In Deutschland gibt es hierfür das Samenspender-Register, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geführt wird.
Wichtig ist: ID-Release bedeutet nicht, dass der Spender eine soziale, rechtliche oder finanzielle Elternrolle hat. Er ist und bleibt Samenspender.
Warum bietet Diers Selected nur ID-Release-Spender an?
Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nur ID-Release-Spender anzubieten.
Der Grund ist einfach: Wir glauben, dass Offenheit für viele Kinder und Familien langfristig wichtig sein kann. Ein Kind, das durch eine Samenspende entstanden ist, soll später die Möglichkeit haben, mehr über seine genetische Herkunft zu erfahren, wenn es das möchte.
Diese Möglichkeit kann Sicherheit geben – auch wenn nicht jedes Kind sie später nutzt.
Für uns ist ID-Release deshalb kein Detail im Profil, sondern ein Teil unserer Verantwortung.
Was bedeutet das für Sie als Eltern?
Für Sie als Eltern bedeutet ID-Release vor allem: Sie können Ihrem Kind ehrlich und offen erklären, dass es die Möglichkeit gibt, mehr über den Spender zu erfahren.
Sie müssen nicht alle Antworten selbst haben. Aber Sie können Ihrem Kind zeigen, dass seine Geschichte nicht verschwiegen wurde und dass es später selbst Fragen stellen darf.
Viele Familien empfinden genau das als entlastend.
Bedeutet ID-Release, dass der Spender Kontakt zum Kind haben möchte?
Nein. ID-Release bedeutet nicht automatisch persönlichen Kontakt.
Es bedeutet, dass bestimmte Informationen über den Spender später zugänglich sein können. Ob, wann und wie ein Kind dieses Recht nutzt, ist eine persönliche Entscheidung.
Der Spender übernimmt keine Elternrolle. Er ist kein Vater im sozialen Sinne, sondern Spender.
Falls aber sowohl Kind als auch Spender an einem Kontakt interessiert sind, kann ein solcher über Diers Selected hergestellt werden.
Ist ID-Release dasselbe wie ein bekannter Spender?
Nein.
Ein ID-Release-Spender ist nicht persönlich mit Ihnen bekannt. Sie wählen ihn über ein Spenderprofil aus. Die Identität wird nicht während der Behandlung an Sie weitergegeben.
Ein bekannter Spender ist dagegen eine Person, die Sie selbst kennen und die aktiv in den Prozess eingebunden wird.
Das sind zwei verschiedene Wege.
Warum ist Offenheit für viele Familien wichtig?
Viele Eltern möchten ihrem Kind von Anfang an eine ehrliche Geschichte geben. Das bedeutet nicht, dass jedes Detail sofort erklärt werden muss. Aber es bedeutet, dass die Entstehungsgeschichte des Kindes nicht geheim gehalten wird.
ID-Release kann dabei helfen, weil das Kind später nicht nur auf Erzählungen angewiesen ist, sondern eine reale Möglichkeit hat, mehr über seine Herkunft zu erfahren.
Für manche Kinder wird das wichtig sein. Für andere vielleicht nicht. Entscheidend ist, dass die Möglichkeit besteht.
ID-Release und Deutschland
In Deutschland gibt es das Samenspender-Register. Dort werden bei ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtungen mit Spendersamen bestimmte Angaben dokumentiert, damit durch Samenspende gezeugte Kinder später Auskunft erhalten können.
Die genauen rechtlichen Regelungen hängen davon ab, wo die Behandlung stattfindet, welche Klinik beteiligt ist und welche Dokumentationspflichten gelten. Deshalb beraten wir Sie gern individuell, wenn Sie in Deutschland wohnen oder Ihre Behandlung in Dänemark planen.
Wenn Sie eine Behandlung bei Diers IUI oder Diers IVF planen, erklären wir Ihnen, welche Schritte für Ihre konkrete Situation relevant sind.
Warum ID-Release nicht „komplizierter“ sein muss
Manche Frauen und Paare sind am Anfang unsicher, ob ID-Release die Entscheidung schwieriger macht.
Unsere Erfahrung ist: Oft ist das Gegenteil der Fall.
ID-Release schafft Klarheit. Es nimmt der Familiengeschichte nichts weg, sondern gibt dem Kind später eine zusätzliche Möglichkeit. Die Eltern bleiben die Eltern. Der Spender bleibt der Spender.
Häufige Fragen zu ID-Release Samenspendern
Ist ein ID-Release-Spender anonym?
Während der Auswahl und Behandlung ist der Spender für Sie nicht persönlich identifizierbar. Das Kind kann später unter den geltenden Voraussetzungen Informationen erhalten.
Kann ich als Mutter oder Elternteil die Identität des Spenders erfahren?
Nein. In der Regel ist der Zugang zu identifizierenden Informationen an das Kind und die geltenden Regeln gebunden.
Hat der Spender Rechte oder Pflichten gegenüber dem Kind?
Nein. Ein Samenspender übernimmt keine soziale, rechtliche oder finanzielle Elternrolle.
Warum gibt es bei Diers Selected keine anonymen Spender?
Weil wir es wichtig finden, dass ein Kind später die Möglichkeit hat, mehr über seine genetische Herkunft zu erfahren. Für uns ist das ein Teil einer offenen und verantwortungsvollen Spenderbehandlung. Ausserdem wollen wir den Spendern keine falsche “Anonymität” anbieten, die heutzutage durch verschiedene DNA-Banken nicht garantiert werden kann.
Muss mein Kind den Spender später kontaktieren?
Nein. Es ist die Entscheidung des Kindes, ob es Informationen über den Spender erhalten möchte und ob es die Möglichkeit eines Kontakts nutzen möchte oder nicht.
Sie haben Fragen zu ID-Release?
Wir wissen, dass dieses Thema viele Gedanken auslösen kann. Deshalb nehmen wir uns gern Zeit, es mit Ihnen in Ruhe zu besprechen.