Screening der Diers Selected Samenspender

Nicht jeder, der helfen möchte, kommt als Samenspender infrage.

Um als Diers Selected Spender zugelassen zu werden, muss ein Mann gesund sein, eine familiäre Gesundheitsgeschichte ohne bekannte erbliche Erkrankungen über drei Generationen hinweg vorweisen und eine gute Samenqualität haben.

Am Ende werden nur 5–7 % aller Bewerber als Samenspender zugelassen.

Microscope
smiling children

Zulassung als Samenspender

Bevor ein Samenspender in unser Spenderprogramm aufgenommen wird, muss er einen gründlichen Zulassungsprozess mit mehreren Schritten durchlaufen.

Lesen Sie weiter, um die Schritte einzusehen.

Schritte im Zulassungsprozess

Samenprobe

Beim ersten Termin gibt der potenzielle Spender eine Samenprobe ab, damit wir prüfen können, ob seine Spermienqualität für eine Spende geeignet ist.

Unsere Spenderkoordinatorinnen prüfen die familiäre Krankengeschichte des potenziellen Spenders über drei Generationen hinweg, um mögliche erblich bedingte Erkrankungen auszuschließen. Zusätzlich wird diese Familienanamnese gemeinsam mit einem Genetiker bewertet.

Der Bewerber wird ausführlich darüber informiert, was es bedeutet, Samenspender zu sein.

Dabei sprechen wir sowohl über die praktischen und rechtlichen Aspekte der Spende als auch über die Rahmenbedingungen bei Diers Selected.

In diesem Gespräch legt er außerdem fest, wie vielen Familien er maximal helfen möchte: 5, 25 oder 75.

Zu den Untersuchungen gehören unter anderem:

  • Screening auf Infektionskrankheiten, die über Blut oder Samen übertragen werden können
  • Screening auf rezessiv vererbbare genetische Erkrankungen
  • eine Chromosomenanalyse
  • Blutuntersuchungen als Grundlage für ein genetisches Matching, wenn Patientinnen diese Möglichkeit nutzen möchten

Auf Grundlage des ersten Screenings bespricht unsere Ärztin bzw. unser Arzt mit dem Spender seine persönliche und familiäre Krankengeschichte noch einmal ausführlich. Zusätzlich erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung, um sicherzustellen, dass er gesund und für eine Spende geeignet ist.

Ein Spender wird erst dann zugelassen, wenn alle Testergebnisse und medizinischen Beurteilungen von unserem medizinischen Team sorgfältig geprüft und freigegeben wurden.

Der Spender erstellt sein Spenderprofil, das künftigen KlientInnen später zur Verfügung steht. Es enthält unter anderem Informationen zu seinen Interessen, Werten und Kinderfotos.

Damit der Spender während des gesamten Spendezeitraums gesund bleibt, werden regelmäßig Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt. Ergänzend findet einmal jährlich eine ärztliche Untersuchung statt.

Auf welche Erkrankungen werden Diers Selected Spender untersucht?

Diers Selected Samenspender werden auf die häufigsten schwerwiegenden erblichen Erkrankungen sowie auf sexuell übertragbare Infektionskrankheiten getestet.

Donor sperm

Erkrankungen und Infektionen in unserem Screeningprogramm

Blutuntersuchungen
  • HIV I/II
  • HTLV I/II
  • Hepatitis B
  • Hepatitis C
  • Syphilis
  • CMV
  • Chlamydien
  • Gonorrhoe

Wenn die Chromosomenanalyse auffällige Befunde zeigt, wird der Bewerber nicht zugelassen.

CMV ist ein verbreitetes Herpesvirus, mit dem die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens in Kontakt kommen – meist ohne Symptome oder nur mit leichten grippeähnlichen Beschwerden. In seltenen Fällen kann CMV in der Schwangerschaft ein Risiko darstellen, wenn das Virus auf das ungeborene Kind übertragen wird.

Alle Diers Selected Spender werden regelmäßig auf CMV-Antikörper getestet.

IgM weist auf eine aktive Infektion hin; in diesem Fall werden die Spenden verworfen.

IgG zeigt eine frühere Infektion an und ist unbedenklich, solange IgM negativ ist. Das Risiko einer CMV-Übertragung durch Spendersamen ist äußerst gering.

Wenn der Spender in Regionen gereist hat, in denen Ausbrüche folgender Infektionen registriert wurden, werden zusätzlich Untersuchungen auf untenstehende Erreger durchgeführt:

  • Zika Virus
  • West Nile Virus

Bei Spendern mit einer ethnischen Herkunft, die mit einem erhöhten Trägerrisiko für bestimmte Erkrankungen verbunden ist, wird der Untersuchungsumfang entsprechend erweitert.

A piece of a puzzle with a missing piece

Screening verringert das Risiko, kann es aber nicht vollständig ausschließen

Alle unsere Spender durchlaufen ein umfassendes Screening. Dazu gehören genetische Untersuchungen, eine sorgfältige Prüfung der medizinischen Vorgeschichte sowie eine klinische Beurteilung. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, dass auch ein sehr gründliches Screening nicht jedes Risiko vollständig ausschließen kann.

Ein gewisses Restrisiko bleibt immer bestehen – etwa, wenn eine Erkrankung zum Zeitpunkt des Screenings noch nicht erkennbar ist oder sich erst später entwickelt.

Dennoch bietet die Behandlung mit einem sorgfältig gescreenten Spender ein deutlich höheres Maß an Sicherheit als eine natürliche Empfängnis mit einem Partner, der keine vergleichbare Spenderuntersuchung durchlaufen hat.

GeneMatch

Da ein Screening allein nicht jedes genetische Risiko ausschließen kann, bietet ein GeneMatch eine zusätzliche Sicherheit für alle, die sich noch mehr Gewissheit wünschen.

Alle Diers Selected Spender sind für ein GeneMatch vorbereitet.

Durch die Testung der Frau, die die Behandlung erhält – oder der Eizellspenderin – lässt sich feststellen, ob sie und der Spender Träger derselben rezessiven Erkrankung sind.

Auf diese Weise kann das Risiko weiter verringert werden.

Anne in Diers' sperm donor laboratory

Haben Sie Fragen zum Screening unserer Spender?

Falls Sie Fragen zum Screening der Spender, dem GeneMatch oder CMV Status haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Beratung buchen